Kommentar zum Wahlkampf

Zu einem Wahlkampf gehört nicht selten eine harte Auseinandersetzung. Was für die einen Wahrheit ist, bezeichnen andere als Verleumdung. Es kommt auf den politischen Blickwinkel an. Am Ende geht’s aber darum, wer die politische Deutungshoheit und schließlich die Wahl gewinnt. Wichtig bleibt, dass man sich hinterher wieder in die Augen schauen kann, um das Bestmögliche für die BürgerInnnen gemeinsam in Angriff zu nehmen.

Der Flyer der Freien Wähler hat nun nochmals eine Schärfe in den Parksteiner Wahlkampf gebracht. Er fügt sich ein in die Reihe von kritischen Veröffentlichungen, wie sie auch die SPD in ihren „Standpunkten“ mehrmals formulierte. Leider hat auch das zu keiner selbstkritischen Hinterfragung bei der Mehrheitsfraktion und insbesondere bei der Bürgermeisterin geführt, sondern die politische Kultur im Marktrat dauerhaft belastet. Für uns war das kein Anlass zu resignieren, sondern im Sinne des Ortsfriedens inne zu halten und auf eine langfristige politische Veränderung zu setzen.

Gerne hätten wir für die aktuelle Kommunalwahl auch einen eigenen Bürgermeisterkandidaten/-in präsentiert, nachdem wir beim letzten Mal so nahe dran waren. Leider hat es aus bekannten Gründen nicht geklappt, weshalb die SPD im Wahlkampf versucht hat, sich auf inhaltliche Themen zu konzentrieren und mit jungen motivierten Kandidaten/-innen auf sich aufmerksam zu machen. Mit unserem Wahlprogramm haben wir konkrete Herausforderungen formuliert, die wir anpacken wollen. Darunter sind wichtige Themen. Ob dazu der Auftrag stark genug sein wird, wird sich am Wahltag zeigen.

Es hat uns sehr gefreut, dass auf unseren SPD-Wahlveranstaltungen uns die Bürgermeisterkandidaten Reinhard Sollfrank (Freie Wähler) und Martin Völkl (Die Grünen) besucht haben. Es waren sehr angenehme Begegnungen und Gespräche. Wir freuen uns auf einen möglichst bunten Marktrat und eine kollegiale Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg. Bürgermeisterin Tanja Schiffmann hat den Weg zu uns leider nicht gefunden. Schade, es wäre eine gute Gelegenheit für einen politischen Neuanfang gewesen. Offensichtlich ist das aber noch nicht gewollt.

Sie, die Wählerinnen und Wähler, haben es in der Hand, die politische Verkrustung in Parkstein aufzubrechen. Das ist für eine politische Kultur der offenen Freundlichkeit notwendig. Ob in der Wahl des/der Bürgermeisters/in oder der Zusammensetzung des Marktrats. Sie prägen die nächsten sechs Jahre mit !

Harald Krämer